Mistelbach: Neueste Software für Panzerhaubitze. Bisher musste sich Kaserne M109 ausborgen, modernisierte Haubitze ausgeliefert.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 09. Februar 2021 (17:28)
Endlich eigene M109: In der Vorwoche wurden die Panzerhaubitzen an die Kaserne Mistelbach ausgeliefert und fix stationiert. Bisher musste sich das AAB3 die Geräte bei Schwesterbataillonen ausborgen.
ÖBH/Graf

„Endlich müssen wir uns das Gerät nicht mehr bei unseren Schwesterbataillonen ausborgen“, lacht Presseoffizier Herwig Graf: In der Vorwoche kehrten die rundumerneuerten Panzerhaubitzen M109 nach Mistelbach zurück.

Seit Anfang der 2000er-Jahre ist in Mistelbach auch die Artillerie stationiert, bei einer Heeresumgliederung 2015 wurde ein A des AAB3 gestrichen, Panzerhaubitzen mussten abgegeben werden, das Personal wurde entweder versetzt oder umgeschult. 2018 wurde dieser Teil der Heeresreform wieder zurückgenommen, die Haubitze kehrte nach Mistelbach zurück. Die Ausbildung startete damals mit Leih-M109ern.

Die jetzt Mistelbach fix zugeordneten M109A5Ö wurden in Klagenfurt auf den neuesten softwaretechnischen Stand gebracht: Auch wenn das Chassis in den 1950er-Jahren entwickelt wurde, so ist die Computerausstattung und Feuerleitrechnung entscheidend.

Mit der Auslieferung der rundumerneuerten Panzerhaubitzen hat Mistelbach jetzt eine Batterie mit acht 155mm-Haubitzen und zwei Feuerleiteinrichtungen: „Sie sind eigentlich die Zentrale und das Gehirn der Haubitzen-Batterie“, weiß Graf. Und auch die sind am neuesten Stand der Feuerleittechnik. Die Höchstschussweite der 28 Tonnen schweren Fahrzeuge liegt übrigens bei bis zu 30 Kilometern. Daran hat sich seit dem Kalten Krieg nichts geändert.