Sexismus-Vorwurf: Mitglieder stellen sich hinter Obmann. Niklas Kieser, Obmann der Katholischen Jugend Obersdorf, sah sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit Vorwürfen des Sexismus konfrontiert. Die Vereinsmitglieder stellen sich nun hinter Kieser.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 06. Juli 2020 (16:36)
Die Katholische Jugend Obersdorf veranstaltete einen Workshop zum Thema Sexismus und stellt sich hinter ihren Obmann Niklas Kieser.
KJ Obersdorf

Als sich der junge ÖVP-Mandatar Niklas Kieser in der jüngsten Gemeinderatssitzung bei der Nachbesetzung des Jugendgemeinderates selbst für die Funktion vorgeschlagen hat, sorgte dies für einige Empörung: Vizebürgermeister Albert Bors (SPÖ) brachte den Vorwurf des Sexismus ins Spiel, ihm sei „haarsträubendes“ über den Obmann der Katholischen Jugend Obersdorf zu Ohren gekommen. Kieser zog seine Nominierung schließlich zurück.

Die Verwunderung darüber, was mit Sexismus gemeint sein könnte, klärte Kieser am Tag darauf selbst auf: Vor zwei Jahren fand auf dem Kirtag der KJ ein Zielschießen statt. Die Teilnehmer mussten dabei auf das Motiv einer Frau schießen und zwischen die Beine treffen. „Ich sehe ein, dass es ein Fehler war“, sagt KJ-Obmann Kieser. Die Sache sei für ihn allerdings bereits abgeschlossen gewesen, da man sich damals entschuldigt habe.

Nun beziehen die Mitglieder des Vereines Katholische Jugend Obersdorf Stellung: „Die Jugendmitglieder weisen diesen Vorwurf entschieden zurück! Die Katholische Jugend Obersdorf lehnt Sexismus in jeglicher Form strikt ab“, heißt es in einer Presseaussendung. Die Vereinsmitglieder hätten sich in einem Workshop getroffen, um das Thema Sexismus ausführlich zu besprechen.

Freilich befinden sich unter den Vereinsmitgliedern auch junge Frauen, Katharina Wenko ist eine davon und sie sagt in der Presseaussendung: „Die Katholische Jugend Obersdorf ist nicht sexistisch. Der Vorstand ist immer schon sehr bemüht, Mitglieder beider Geschlechter bestmöglich einzubinden. Ich als junge Frau fühle mich in unserem Verein sehr wohl.“