"Köllamaunn 2020" für Elisabeth Himmelbauer. „Die Kellergassen sind das Um und Auf des Weinviertler Tourismus“, weiß Johannes Pleil vom Weinviertel Tourismus. Der Touristiker hat selbst die Kellergassenführer-Ausbildung gemacht und weiß deshalb, wie wichtig diese Botschfter der einzigartigen Dörfer ohne Rauchfang sind: Insgesamt 28 neue Kellergassenführer konnten am 4. März ihre Dekrete im Saal der Mistelbacher Bauernkammer entgegennehmen. Elisabeth Himmelbauer wurde mit dem "Köllamaunn 2020" ausgezeichnet.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 04. März 2020 (20:56)

Seit 20 Jahren werden Kellergassenführer ausgebildet, mittlerweile gibt es 646 von ihnen. 120 davon waren Schüler der HLW Mistelbach: „Es ist wichtig, dass da auch die Jugend dazu kommt, damit das ganze nicht an uns Alten picken bleibt“, findet Michael Staribacher von AgrarPlus. Er ist treibender Motor hinter der Ausbildung. „Ihr helft mit, das zu erhalten, was uns als Weinviertel ausmacht“, fand Landtagspräsident Karl Wilfing: „Kellergassen machen unsere Region unverwechselbar. Unsere Aufgabe ist, sie in die Zukunft zu tragen, was nicht einfach ist.“ Denn die Funktionen haben sich gewandelt: Der Wein wird heute nicht mehr in den Kellergassen produziert, entsprechend habe sich auch die Verbundenheit mit den Kellergassen gewandelt. „Die Kellergassen können wir aber trotzdem weiter nutzen“, findet Michael Staribacher: „Die Burgen hat man ja auch nicht weggeräumt, als man sie nicht mehr gebaucht hat.“

„Köllamaunn 2020“, eine Auszeichnung für Personen, die sich um die Kellergassen besonders verdient gemacht haben, wurde mit Elisabeth Himmelbauer aus Untermarkersdorf erstmals eine Frau. Autor Alfred Komarek hatte den Keller der Himmelbauers in seiner Polt-Reihe als „Höllenbauer-Keller“ verewigt.