Überfüllter Bus: Nur Sitzplatz am Boden. Kettlasbrunner Schüler haben kaum Platz, wenn sie nach Mistelbach fahren.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 10. Oktober 2018 (04:00)
Wie in einer Konservendose fühlen sich die Kettlasbrunner Schüler, wenn sie mit dem morgendlichen Schulbus nach Mistelbach fahren. Sitzplätzehaben nur die Wenigsten, der Rest muss stehen oder setzt sich einfach auf den Fußboden.
zVg

„Der Bus ist übervoll, unsere Schulkinder müssen stehen oder am Boden sitzen“, schlägt Kettlasbrunns Ortsvorsteher und SPÖ-Gemeinderat Martin Schreibvogel Alarm:

Der morgendliche Schulbus, der die Kinder von Wilfersdorf, Hobersdorf und Kettlasbrunn in Volks- und Neue Mittelschule nach Mistelbach bringt, sei zum Bersten voll. Der Transport, wenn auch gesetzlich korrekt, aus Sicht vieler Eltern nicht sicher.

„Das Problem ist, dass einerseits manche Busfahrer Wilfersdorfer Kinder einsteigen lassen, obwohl es für die einen eigenen Bus gibt“, weiß Schreibvogel. „Und die Fahrgasterhebung zu Schulbeginn wurde in der ersten Woche gemacht: Zu einem Zeitpunkt, als noch viele Kinder von den Eltern mit dem Auto in die Schule gebracht wurden.“ Die erhobenen Fahrgastzahlen hätten nichts mit der Realität zu tun. „Da wird auf Kosten unserer Kinder gespart“, kritisiert der Ortsvorsteher.

„Wir bemühen uns aber, dass Stehplätze nur auf kurzen Strecken notwendig sind“Georg Huemer

„Die Zusammenarbeit mit den Vertretern der Gemeinde Mistelbach im Sinne der Fahrgäste funktioniert eigentlich sehr gut“, wundert sich Georg Huemer vom VOR: Zum Kettlasbrunner Problem habe sich bislang noch niemand beim Verkehrsverbund gemeldet.

„Wir werden uns den konkreten Buskurs noch mal ansehen und prüfen“, sagt Huemer. Grundsätzlich wurde mit der Fahrgasterhebung in der Region Mistelbach erst in der Vorwoche begonnen. Da, hier stimmt Huemer Schreibvogel zu, Zählungen davor wenig aussagekräftig seien: „Frühere Zählungen würden nur verfälschte Fahrgastzahlen bringen“, sagt Huemer.

Die Sicherheit der Kinder sei aber auf jeden Fall in den Bussen gegeben: Diese seien auf 85 Fahrgäste, davon rund 45 Sitzplätze zugelassen: „Wir bemühen uns aber, dass Stehplätze nur auf kurzen Strecken notwendig sind“, sagt Huemer. Regelwidrig sei das aber nicht.

Martin Schreibvogel hofft jetzt im Sinne „seiner“ Schüler auf eine rasche Lösung des Problems.