Erstellt am 29. Juli 2015, 11:20

von Ingrid Fröschl-Wendt

Mächtige „Carmina Burana“. Auftakt des Klassikfestivals mit der „Klassik unter Sternen“: ruhige Töne von der Mährischen Philharmonie Olomouc und die heiß erwartete „Carmina Burana“ von Carl Orff.

Eröffnung des Klassikfestivals Schloss Kirchstetten mit „Carmina Burana“: Waltraud Schulz, Obmann Günter Gartner, Bürgermeisterin Erni Rauscher, Landtagsabgeordneter Manfred Schulz, die Solisten Gunyong Na, Shirin Asgari, Dirigent Hooman Khalatbari, Pablo Cameselle und Intendant Stephan Gartner.  |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

Open Air Veranstalter haben oft schwere Entscheidungen zu treffen, ganz besonders, was das Wetter betrifft. Stephan Gartner hat das Eröffnungskonzert des Klassikfestivals eingedenk einer Sturmkatastrophe vor vier Jahren wegen miserabler Wetterprognosen kurzfristig um einen Tag verschoben.

Unter Sternen statt unter Regen

Gewagt, und er hatte gewonnen, denn Sonntagabend saß das vielzählig erschienene Publikum wirklich unter Sternen statt unter Regen und genoss die heiß erwartete „Carmina Burana“ von Carl Orff.

Doch bevor das gewaltige Chorwerk begann, ging es die Mährische Philharmonie Olomouc ruhig an. Auf die Figaro Ouvertüre von Wolfgang A. Mozart folgte Samuel Barbers „Adagio für Streicher op. 11“, schmelzende Musik, die perfekt zum schwindenden Abend im Kirchstettner Schlosshof passte.

Purer Kontrast nach der Pause

Der pure Kontrast kam nach der Pause: Mächtig erschallte das berühmte „O fortuna“, der Einleitung zur „Carmina Burana“ von Carl Orff aus Dutzenden Kehlen des Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn, unterstützt von der Mährischen Philharmonie.

Shirin Asgari, die schon bei der ersten „Carmina Burana“-Aufführung in Kirchstetten mitgewirkt hatte, übernahm wieder die Sopranpartie. Gunyong Na schmetterte einen mächtigen Bariton – er ist übrigens ab Freitag als Belcore in der Opernproduktion „Der Liebestrank“ zu hören. Den Countertenor sang Pablo Cameselle. Das Publikum dankte mit tosendem Applaus und vielen Bravo-Rufen.