Literarische Reise mit Marlen Schachinger. Autorin und Welser Stadtschreiberin Marlen Schachinger widmet sich in ihrem neuen Buch dem Leben im Kosovo.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 20. Oktober 2019 (04:35)
zVg
Stadtschreiberin in der Auslage: Marlen Schachinger bei ihrer Arbeit in einem Schaufenster in Wels.

bis Ende November ist sie Stadtschreiberin in Wels, aktuell präsentierte Schriftstellerin Marlen Schachinger ihr aktuelles Buch „Kosovarische Korrekturen“, eine literarische Reiseerzählung.

Wie sehen die Kosovaren ihr Leben und ihr Land, 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhanges und zehn Jahre nach der Staatsgründung? Schachinger sucht Antworten, fernab geopolitischer Diskussionen rund um einen gescheiterten Staat. Das Bild, das die Weinviertlerin zeichnet, ist vielfältig. Ihr Fazit: „Die Wirklichkeit lässt sich am ehesten im Versuch, zahlreiche Bilder nebeneinander zu montieren erfassen. Wenn du dreitausend davon hättest, sähst du vielleicht ein Zipfelchen der Wahrheit.“

Derzeit arbeitet Schachinger in Wels, wo sie den Posten einer Stadtschreiberin zuerkannt bekam: Dabei verfasst sie nicht nur regelmäßig Kolumnen in den Oberösterreichischen Nachrichten, sie arbeitet auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Welser Wirte und Kellnerinnen, Marktfahrer und Standler literarisch auf: „Welche Lebens-Essenzen bilden sich in ihren Lokalen ab, wie prägt die Kulinarik ihr Umfeld und wie fließt jenes reziprok wieder in das Angebot zurück“, erzählt Schachinger.

Stadtschreiberstipendien sind ein Mittel der Kulturförderung mit unmittelbarem Kontakt zur Bevölkerung.