"Kolping-Werkstätte ist ein Teil von uns". Die Behinderteneinrichtung in Poysdorf feierte sein Bestehen mit Klenten, Angehörigen und Gästen.

Von Werner Kraus. Erstellt am 20. Mai 2019 (18:41)

Vor 40 Jahren war die Schaffung der Tagesheimstätte für Behinderte in Poysdorf eine Pionierleistung. Die Kolpingfamilie trug die Idee des damaligen Zentralpräses Ludwig Zack mit und Bundespräsident Rudolf Kirchschläger kam extra zur Einweihung nach Poysdorf.

40 Jahre später konnte Christine Schodl-Meier, die Leiterin der Kolping Behinderteneinrichtungen in Poysdorf, neben Klienten, Mitarbeitern und Eltern auch zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen, die zum Jubiläum gekommen waren.
„Menschen zu helfen, dass jeder seine Potenziale wecken kann, dafür ist Adolf Kolping ein Vorreiter gewesen“, betonte Bundespräses Gerald Gump. „Die Klienten der Kolping Werkstätte gehören zu Poysdorf und sind als Teil von uns sehr gut integriert“, betonte Bürgermeister Thomas Grießl.

Für musikalische Umrahmung wurde gesorgt

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Kolping Leiterin Christina Schodl-Meier auch bei Werkstättenleiterin Doris Mislik, die ihre Arbeit mit vielen neuen Projekten seit neun Jahren sehr gut macht. Johann Schodl, begnadeter Musiker und Mitarbeiter der Werkstätte, sorgte mit Brassissimo und der Ortsmusik Frättingsdorf für die musikalische Umrahmung des Festes.

Präsidentin Christine Leopold betonte, dass 1979 im Vordergrund stand, die Eltern und Angehörigen zu entlasten und den Klienten tagsüber eine Beschäftigung in der Gemeinschaft zu geben. Hermann Schiller war der Pionier als Leiter der Einrichtung im Kolpinghaus. 1995, 2010 und zuletzt 2016 wurde ausgebaut bzw. die Räume erweitert, um Platz für die 60 Klienten zu finden.

2003 wurde der Schritt nach außen gewagt, Grünraumpflege übernommen und auch ein Projekt mit Gebauer und Griller gestartet.
Da die Klienten, wie die gesamte Bevölkerung auch älter werden, hatte Christina Schodl-Meier 2012 die Idee zur Schaffung einer alternativen Tagesbetreuungsgruppe namens Vivo, einem Pionierprojekt in NÖ.

„Nur wer mit dem Herzen der anderen fühlt, kann Gemeinschaft leben, das können wir in der Kolping Werkstätte lernen“, betonte Landtagsabgeordneter Kurt Hackl. Die christlichen Werte Kolpings würden Stärke und Sicherheit vermitteln und seien wertvolle Kraftquellen.