Erstellt am 13. Juni 2018, 05:00

von Dominik Siml

Das funktioniert unheimlich gut. Dominik Siml über die Entwicklung des FC Mistelbach.

Kaum einer hätte dem FC Mistelbach wohl solch eine Entwicklung zugetraut. Die Kampfmannschaft wurde in der abgelaufenen Spielzeit mit einer blutjungen Truppe Dritter, lediglich Markus Marusa, Reinhard Trunner, Stefan Dominkovics und Tomas Vrto zählten zu den Routiniers.

Auch der Übergang von Coach Robert Lesdedaj zu Alfred Rötzer verlief sensationell: Der einstige Co-Trainer holte aus seinen ersten fünf Partien 13 Punkte, musste noch keine Niederlage einstecken. Das 5:0 in Vösendorf war das nächste Ausrufezeichen – auch wenn vielleicht viele sagen, dass es um „nichts“ mehr ging.

Gesprochen wird in Mistelbach ja schon lange von der Idee, viele gute junge Leute aus der Umgebung zu holen – umgesetzt wurde es in dieser Saison bravourös. Auch dass mit Roman Mokesch jetzt ein ambitionierter Mann aus dem näheren Umfeld Co-Trainer wird, passt ins Bild.

Und dass die Reservemannschaft den Meistertitel holte, kommt auch nicht von ungefähr, auch das ist jahrelange Arbeit. Der Kader besteht hauptsächlich aus Kickern der U16 und der U18 – im Spiel gegen Ortmann betrug der Altersschnitt laut FCM 16,8 Jahre. Bleibt zu hoffen, dass aus diesem Haufen die nächsten Steirichs, Fellners und Stetters kommen.