Das Grüne oder der Blick dorthin. Über Bodenversiegelung und Tourismusentwicklung.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 14. April 2021 (03:26)

Bei aller Freude über das in den Weinbergen über Mistelbach geplante Vier-Sterne-Superior- Wellness-Resort: Wenn dort, neben dem Ausflugsziel Dionysos-Weg und dem Weidebereich der Landwirtschaftlichen Fachschule, tatsächlich auf zwei Hektar gebaut wird, muss sich die Gemeinde trotzdem die Frage nach dem Umgang mit Grund und Boden gefallen lassen. Ein Bekenntnis gegen Bodenversiegelung ist der Bau auf jeden Fall nicht. Zumal zahlreiche Wege um den geplanten Standort führen, die viele Mistelbacher gerne zum Walken, Laufen und Spazieren nutzen.

Auf der anderen Seite ist Mistelbach, touristisch gesehen, ein Entwicklungsland. Man kommt nicht hierher, um Urlaub zu machen, sondern zum Arbeiten, zum Wohnen, für Behördenwege, um in die Schule zu gehen oder zum Einkaufen. Das Hotel gibt hier sicher Impulse und wird der ganzen Region gut tun.

Hinterfragt muss aber werden, ob wir für den Blick ins Grüne das Grüne opfern wollen.