Debatte macht alle zu Verlierern. Michaela Höberth über das alte Streitthema Hochwasserschutz.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 08. August 2018 (05:00)

Es ist eine Diskussion, die die Emotionen hochgehen lässt: die Hochwasser-Problematik in der Region. Viele Bewohner bekommen schon alleine beim Gedanken an Unwetter Angst, viel zu präsent sind die Bilder von überfluteten Straßen und verschlammten Kellern.

Dabei geraten immer wieder die Bauern in die Kritik: Profitgier würde sie dazu treiben, die Feldwege immer mehr auszudünnen, und eine falsche Bepflanzung führe dazu, dass das Wasser bis in die Orte vordringen kann. Ganz klar, dass auf solche Angriffe Widerstand folgt: Die Landwirte wollen sich nicht für etwas verantwortlich machen lassen, das von vielen Faktoren beeinflusst wird.

Was diese Debatte braucht, ist ein Neuanfang auf Augenhöhe. So, wie man ihn für Mistelbach angekündigt hat. Mit den alten Argumenten dreht man sich nur im Kreis, die Schuldfrage ist kein Lösungsansatz. Ziehen alle Betroffenen an einem Strang, kann eine Verbesserung der Situation gelingen. Baut man hingegen weiter Fronten auf, ist das Ergebnis vorprogrammiert: Ein Kampf, bei dem alle Verlierer sind.