Die Liga wird sicher stärker. Über die Töne aus Poysdorf und die Chancen in der 1. Klasse Nord.

Von David Aichinger. Erstellt am 26. Juni 2019 (05:40)

11, 9, 9, 8, 2, 6, 10, 2, 3, 3, 3 – die Platzierungen des SC Poysdorf seit dem Abstieg 2008. Keine Frage, die Weinstädter sind längst fester Bestandteil des „Zirkus 1. Klasse Nord“ und haben sich zuletzt in dessen Spitzenfeld festgesetzt. Heuer sah es lange so aus, als könnte Poysdorf im elften Anlauf sogar in die Gebietsliga zurückkehren, am Ende waren zwei im Schneckenrennen etwas besser.

Beim Definieren der Ziele für 2019/20 ist man in Poysdorf vorsichtig. „Vorne mitmischen“ will der Sektionsleiter. Trainer Thomas Eigner zählt sein Team nicht zu den Favoriten, verweist auf die Abgänge der Offensivkräfte. Wobei er vor allem bei einem recht hat: Legionär Pos pis zeigte mit sieben Toren in sieben Spielen, was er drauf hätte. Es gab durchaus Stimmen im Verein, die ihm trotz Disziplinlosigkeiten noch eine Chance gegeben hätten. Wolf, der in seiner ersten Zeit beim SCP viel stärker war, und der zuletzt oft nicht fitte Schön sollten weniger schmerzen. Neuzugang Chlup hat das Potenzial, einiges davon aufzufangen.

Dass Eigner bremst, ist aber verständlich. Frühjahrskönig Marchegg rüstet auf, von oben kommt Neusiedl, von unten mit Deutsch-Wagram und Großebersdorf starke Aufsteiger. Auch Hauskirchen kann, sofern es will. Kreuttal muss man immer im Auge haben. Die Liga ist definitiv stärker als 2018/19.