Domino-Effekt ist eine Gefahr. Über den Beschluss zur neuen Deponie in Frättingsdorf.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 10. Juli 2019 (05:00)

Die Mistelbacher ÖVP will es den Wählern vor den anstehenden Gemeinderatswahlen recht machen. Kein Wunder, verlieren die Schwarzen mit Alfred Pohl doch einen sehr zugänglichen Stadtchef und müssen das neue Team erst wieder aufbauen.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die ÖVP beginnt, ganz offensichtlich Wahlzuckerln zu verteilen: Der Beschluss zur neuen Grünschnitt-Sammelstelle in Frättingsdorf, den die ÖVP noch dazu alleine durchgeboxt hat, ist dafür ein Paradebeispiel. Weder im Ausschuss noch im Stadtrat hat man die neue Deponie für nötig befunden - und dennoch wird das Thema in den Gemeinderat gehievt.

Alle Warnungen der Opposition, dass dieser Beschluss auch bei anderen Bewohner Begehrlichkeiten wecken könnte, wurden in den Wind geschlagen. Zu Unrecht, denn dass solche Projekte einen Domino-Effekt auslösen könnten, ist gut möglich. Die Frage ist, wie die ÖVP damit umgehen will, wenn nun auch andere Bewohner ihre Wünsche bei ihr deponieren.