Laa an der Thaya

Erstellt am 20. Februar 2019, 01:00

von David Aichinger

Drei Jahrzehnte sind lobenswert. David Aichinger über das Ende der Ära Thalhammer bei den Laaer Faustballern.

Nach 28 Jahren endet in Laa die Ära von Trainer Werner Thalhammer. Eine Zahl, die Respekt abringt. Fast drei Jahrzehnte für einen Verein zu rackern und dabei kreuz und quer durch Österreich zu fahren, ist lobenswert, speziell in einer Sportart, die nicht so sehr im Fokus steht.

Genau hier liegt bei vielen Randsportvereinen ein Problem: Oft hängt sehr viel an einzelnen Personen. Ziehen sich die Thalhammers dieser Welt irgendwann zurück, kann es bergab oder manchmal überhaupt nicht mehr weitergehen.

Nicht so beim SC Laa: Die Faustball-Sektion ist gut aufgestellt, hat weitere engagierte Funktionäre und verliert zum Glück „nur“ den Trainer. Der wird sich wohl auch nicht komplett zurückziehen, sondern dem Verein weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sofort abhaken kannst du eine langjährige Liebe ja auch schwer.

Spannend wird aber, wie man sich in Sachen Trainer entscheidet. Kommt ein externer Mann oder macht es ein Spieler? Spannend auch, ob der Neue tatsächlich die letzten paar Prozent rauskitzeln kann, wie Thalhammer hofft, um vielleicht doch einmal in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Manchmal gelingt es, „gut“ in „perfekt“ zu verwandeln. Manchmal wünscht man sich später aber auch, es wäre bei „gut“ geblieben.