Erstellt am 18. Januar 2017, 05:00

von David Aichinger

Ein überflüssiger Störenfried. David Aichinger über die Mistelbacher Basketballer.

Es ist zum Aus-der-Haut-Fahren: Da haben Mistelbachs Basketballer ihr Spiel des Jahres vor der Tür, und dann plagt Trainer Martin Weissenböck ein Dilemma.

Lediglich 21 Stunden nach Beginn des Cup-Achtelfinales am Freitag gegen Traiskirchen soll sein Team in der Liga in Villach antreten. Zeit für Schlaf, Regeneration und die weite Anfahrt? Geht gegen Null und wäre schon für Profisportler hart an der Grenze. Ganz zu schweigen von Amateuren, die die ganze Woche einem Beruf nachgehen und dreimal abends trainieren.

Was tun also, sollte Mistelbach am Freitag einen mittelgroßen Rückstand aufreißen? Die Partie abschenken, um für den nächsten Tag Kraft zu sparen? Dann nehmen die Mustangs in Kauf, die hoffentlich zahlreichen Zuschauer mit dem Gefühl nach Hause zu schicken „Sie hatten eh keine Chance“. Oder alles raushauen und Gefahr laufen, übers Limit zu gehen und sich zu verletzen?

Der Verband schaltete sich laut Mistelbach aus, überließ eine mögliche Verschiebung den beiden Vereinen. Aus Villach hatten die Mustangs am späten Montagabend noch keine Antwort. Die kommt hoffentlich noch und sollte im Sinne des Sports positiv sein. Ein Spiel wie am Freitag soll ein Highlight für kleinere Teams und ihre Fans sein. Ein Kompromiss wie der oben beschriebene ist ein überflüssiger Störenfried.