Fassade als Minimalziel. Über die Initiative, das Bank-Austria-Haus zu retten.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 13. Januar 2021 (04:54)

„Unser Ziel sollte es sein, Mistelbach zu verschönen“, sagt Baustadtrat Friedrich Brandstetter von der Liste aktiver Bürger: Er ist alles andere als glücklich mit dem Bauprojekt am Areal des Bank-Austria-Hauses mitten in der Stadt. Gehört er doch zu jenen Kräften, die in historischer Bausubstanz im Zentrum einen hohen Wert für die Stadt sehen. Er will einen Dialog mit den Bauwerbern, um das alte Bernatzik-Geburtshaus mit seinen Gewölben zu retten.

Was kann seine Initiative bringen? Vermutlich wenig. Denn das Bauvorhaben ist verfahrenstechnisch ausverhandelt und abgeschlossen. Da die Stadt keine Vorgaben hinsichtlich äußerem Erscheinungsbild hat, kann der Bauwerber bauen, wie er will. Dass der Altbau stehen bleibt, ist unwahrscheinlich, eine Integration der Gewölbe in das Bauvorhaben schwierig.

Einzig bei der Fassadengestaltung könnte noch erreicht werden, dass das neue Gebäude von außen nicht das Flair einer Strafanstalt bekommt.