Ein Basar für Hausärzte?. Über Ansiedlungsförderungen der Gemeinden für Hausärzte.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 21. Oktober 2020 (05:10)

Mäuse fängt man mit Speck. Und Kassenärzte mit einem prall gefüllten Fördersackerl – das ist angesichts der Misere um die allgemeinmedizinische Versorgung mancher Gemeinden das Kalkül der Kommunen. Und dabei übersteigern sich die Gemeinderäte bei dem Gebotenen: 30.000 Euro zahlt Wolkersdorf, 50.000 Euro die Gemeinde Mistelbach und die Stadt Laa hat (theoretisch) eine nach oben nicht gedeckelte Ärzteförderung.

Das hinterlässt zweierlei übliche Nachgeschmäcker: Einerseits kennen wir dieses bazarmäßige Buhlen aus dem Gieren nach Betriebsansiedelungen - das Land NÖ machte dem mit der Landesbetriebsansiedelungsagentur ecoplus und restriktiver Raumordnung ein Ende.

Und andererseits kann es doch wohl nicht Aufgabe der Gemeinde sein, Infrastukturkosten zu übernehmen, die, bitte sehr, schon der Bund bzw. die Krankenkassen zu leisten haben, für die wir alle Steuern und unsere Beiträge einbezahlen. Und das nicht zu knapp.