Abgabe bei Leerstand. Über leere Grundstücke als Spekulations-objekte.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 28. Oktober 2020 (05:11)

Der Wiener Speckgürtel wächst. Das spürt man nicht nur entlang von A5 und Laaer Ostbahn, wo die Grundstückspreise höher sind als abseits dieser Verkehrsachsen: Viele Wiener wollen sich den Traum vom Eigenheim am billigeren Land erfüllen, in Staatz gab es während der ersten Coronawelle Tage mit bis zu 40 Anfragen nach Bauplätzen. Es sind nicht genügend Immobilien am Markt, um die Nachfrage aus Wien erfüllen zu können, sagen Immo-Experten.

Was also tun? Die Antwort kann nicht sein, jetzt neue Bauplätze en masse auf den Markt zu werfen. Stattdessen muss es Möglichkeiten geben, um leer stehende Grundstücke oder verfallende oder leer stehende Altbauten in den Orten wieder auf den Immobilienmarkt zu bringen. Nur: Darauf sitzen Besitzer und manchmal auch Spekulanten und warten auf einen Wertgewinn.

Helfen könnte eine Leerstandsabgabe. Sie könnte manch einen Spekulanten doch zur Nutzung der Grundstücke bewegen.