Ein Akt purer Beharrung. Über die Durchführung des Mistelbacher Puppenfestivals.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 23. September 2020 (05:01)

Corona ließ die Puppentheatertage in Mistelbach kräftig abspecken: Nur noch Puppenspieler aus Österreich und Deutschland, weniger Vorstellungen, weniger Platz im Besucherraum, kein Buffet und keine Eröffnungsfeier. Dass das Puppenfestival angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen überhaupt abgehalten wird, ist ein Akt puren Beharrens auf eine Art Normalität im Kunstbetrieb. Denn angesichts der steigenden Infektionszahlen und der Krankmeldungsflut in den Schulen ist zu hoffen, dass die Regeln für Veranstalter bald nicht noch verschärft werden.

Die Puppenspieler von Mistelbach haben wenigstens eine Ausfallsgarantie für ihre Gage, sollte das Festival abgesagt werden, andere Kulturschaffende haben das nicht: Musiker und Schauspieler, die nicht auftreten können, weil Veranstaltungen jetzt wieder abgesagt werden, schauen durch die Finger. Ebenso, wie die Gastronomie, die sich mit diesen Kulturevents ein finanzielles Zubrot verdient.