Politisch unbelehrbar. Über den sich anbahnenden Machtkampf in der SPÖ Laa.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 22. Mai 2019 (04:20)

Gibt es Streit in einer Partei, bedeutet das Verluste bei der Wahlurne. Das ist eine alte politische Faustregel, die bei den jüngsten Gemeinderatswahlen in Pillichsdorf und Wolkersdorf eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde: In beiden Orten verlor die regierende ÖVP ihre Bürgermeistersessel, in einem Fall an einen Konkurrenten aus dem eigenen schwarzen Lager.

Lernt man kommunalpolitisch daraus? Nein. In Laa arbeiten Kräfte in der SPÖ daran, ihre vier Mandate bei der Gemeinderatswahl im Jänner 2020 weiter zu reduzieren. Denn es bahnt sich eine Revolution gegen Vorsitzenden Christian Nikodym an. Der will seinen Sessel aber nicht räumen, rechnet sich 50:50-Chancen aus, an der Spitze der Partei zu bleiben und den Machtkampf zu gewinnen.

Egal, wer gewinnt: Wer von diesem Streit auf jeden Fall profitiert, sind die anderen Parteien. Die brauchen nur die Arme einladend auszustrecken. Denn: Wer streitet, den wählt man nicht. Aber manche wollen’s ja auf die harte Tour erfahren.