Politische Entfremdung. Über Pillichsdorfs Gesamt-ÖVP- internen Streit.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 25. April 2019 (03:27)

„Die ÖVP ist wie eine Familie, in der es mehrere Kinder gibt“, sagte ÖVP-Bezirksparteiobmann und Landtagspräsident Karl Wilfing am Wahlabend zu den Wahlhelfern von Wolkersdorfs ÖVP-(Noch-)Bürgermeisterin Anna Steindl, nachdem sie die absolute Mehrheit im Gemeinderat an einen Oppositionsblock mit der alternativen Volkspartei „Team Wolkersdorf“ verloren hatte. Er wurde dafür ausgebuht. Wie groß ein innerparteiliches Zerwürfnis sein kann, zeigt der Grad der Entfremdung zwischen politischen Geschwistern.

Beispiel Pillichsdorf: Dort wollte die alternative Volkspartei „Wir“ die eingesessene Volkspartei ÖVP stürzen, mit dem Effekt, dass ÖVP, SPÖ und „Wir“ gleich stark wurden.

Aber statt eines schwarz-schwarzen Bündnisses, macht ÖVP-(Noch-)Bürgermeister Franz Treipl lieber die SPÖ zur Bürgermeisterpartei als Zugeständnisse an die schwarzen Rebellen zu machen.

So viel zum Thema „politische Familie“.