Halbe oder ganze Lösung. David Aichinger über die Parkett-Aussichten in der Sporthalle Mistelbach.

Von David Aichinger. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:00)

Das Parkett in der Sporthalle könnte in eineinhalb Jahren Realität werden. Klar, eine gewisse Zurückhaltung ist zum jetzigen Zeitpunkt vorhanden und verständlich: Die Hoffnung der Basketballer war schon mehrfach aufgekommen, um stets wieder gedämpft zu werden. Stadtgemeinde und Bürgermeister wollen auch nichts versprechen und dann nicht halten.

Das öffentliche Bekenntnis, sich das Parkett als Ziel für 2019 zu setzen, wiegt aber auch schon ordentlich. Ohne einen gewissen Plan für die Finanzierung zu haben – eine totale Überraschung bei den offiziell noch nicht bekannten Kosten vorbehalten –, würde die Stadt wohl auch das nicht tun.

Bewerten sollte man das Vorhaben erst, wenn alle Aspekte am Tisch liegen, aus der sportlichen Perspektive scheint aber alles klar: Das Parkett wäre endlich eine ganze Lösung und nicht die – in Österreich gefühlt so häufig praktizierte – halbe. Ein neuer Boden muss sowieso her. Kinder auf einem Untergrund turnen und trainieren zu lassen, den Experten als „tot“ bezeichnen, ist schließlich fatal.

Mit Parkett stärkt man dazu aber jenen Sportverein nachhaltig, der enorm boomt und in Mistelbach die meisten Kinder bewegt. Für den wäre ein neuer Kunststoff-Boden nicht nur eine halbe Lösung, sondern ein Schlag in den Magen.