Hinten muss die Null stehen. Tabellenplatz acht, zwanzig Punkte - Daten, die eine scheinbar solide Halbserie bescheinigen. Im Falle von Wolkersdorf sagen diese Werte deutlich mehr aus. Nach schwierigen Jahren im Tabellenkeller und einer Transferperiode mit vielen Abgängen,

Erstellt am 08. November 2011 (00:00)
NOEN
Tabellenplatz acht, zwanzig Punkte - Daten, die eine scheinbar solide Halbserie bescheinigen. Im Falle von Wolkersdorf sagen diese Werte deutlich mehr aus. Nach schwierigen Jahren im Tabellenkeller und einer Transferperiode mit vielen Abgängen, scheint es, als würde der Verein nun in ruhigeres Fahrwasser kommen. Die Gründe für den aktuellen Höhenflug liegen auf der Hand: Den Verantwortlichen gelang es dank unaufgeregter, kontinuierlicher Arbeit, eine Mannschaft auf die Beine zu stellen, deren Plus keineswegs „große“ Namen sind. Nein, vielmehr steht ein Team auf dem Feld, dem es an Talent und Willen nicht mangelt - freilich geführt von einem Trainer, der sich mit den Gepflogenheiten in Wolkersdorf arrangiert hat und nun das Beste aus den Akteuren zu holen vermag.

Symptomatisch hierfür steht das taktische Konzept, das Andreas Klein seinen Spielern verpasst hat. Die Arbeit gegen den Ball ist der Garant für den momentanen Erfolg. Frei nach einer alten Weisheit: „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften.“ In Wolkersdorf vom Meistertitel zu träumen, ist freilich arg übertrieben. Das eigene Offensivspiel offenbart bisweilen arge Defizite. Ein Beleg hierfür: Elf erzielte Tore in dreizehn Partien; bester Torschütze ein Verteidiger – Tabellenplatz acht, das Maximum eben!

b.schiesser@noen.at