Blau und unzufrieden. Michael Pfabigan über die Liste Niederösterreich und ihre einzige Zielgruppe.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 28. Februar 2018 (05:00)

Es wird ein spannendes Experiment werden: Die FPÖ-Dissidenten rund um Barbara Rosenkranz und Cornelia Makowsky-Egger starteten mit der Liste Niederösterreich eine neue Partei, nachdem sie mit dem alten Namen „Freie Liste“ bei der Nationalratswahl gerade mal 112 Wähler überzeugt hatte.

Ob aus dem „Zwergenaufstand in Minimundus“, wie FPÖ-Landesparteisekretär Christian Hafenecker die Parteiaustritte in Ladendorf und Kreuzstetten im Vorjahr bezeichnete, mehr wird oder ob die Rebellen mit neuem Namen wieder in der politischen Vergessenheit versinken, ist abzuwarten. Denn noch fehlt es an kritischer Masse:

Die Liste Niederösterreich will quasi die bessere FPÖ sein. Nur: Die Frage ist, ob Interessierte da zum Schmiedl gehen und nicht gleich zum (blauen) Schmied.

Andererseits: Die FPÖ ist als Regierungspartei in Zwängen gefangen, die eine Umsetzung von Wahlforderungen behindern und erschweren – siehe Rauchervolksbegehren. Das könnte den FPÖ-Rebellen durchaus helfen.