Das Angebot auch nutzen. Michael Pfabigan über den Gemeindebeitrag bei örtlicher Infrastruktur.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:00)

Was bedeutet es, keinen Nahversorger im Ort zu haben? Die Schricker wissen es, denn für zweieinhalb Monate war das örtliche Kaufhaus geschlossen. Dass es mit neuer Kauffrau wieder aufsperren konnte, ist dem Unternehmergeist der Neo-Nahversorgerin und dem Einsatz der Gemeinde zu verdanken, die bereit ist, in die örtliche Infrastruktur auch Geld hineinzustecken. Wie sie es auch in anderen Bereichen tut:

Dass der Bankomat (vorerst) im Ort bleibt, nachdem die Raika gesperrt hat, liegt daran, dass die Kommune zuzahlt. Auch bei der Suche nach einem Arzt für die leerstehende Ordination in der alten Schule ist die Gemeinde aktiv.

Nur: Alles steht und fällt damit, wie die Angebote auch genutzt werden. Der beste Nahversorger muss zusperren, wenn die Kunden nur die Kleinigkeiten bei ihm kaufen und den Großeinkauf im nächsten Supermarkt erledigen. Insofern kann die Gemeinde zwar eine Anschubinvestition leisten, aber dafür, dass das Angebot auch erhalten bleibt, müssen die Kunden selbst sorgen.