Das tut freilich richtig weh. Über die Mustangs und den bitteren Abgang von Jakub Krakovic.

Von Dominik Siml. Erstellt am 27. November 2019 (01:25)

Als Profi gekommen, als solcher auch wieder gegangen. Die Mistelbach Mustangs verlieren Jakub Krakovic, der erst vor der Saison in die Bezirkshauptstadt gelotst werden konnte. Nun kam Brünn mit dem Argument Profibetrieb im Gepäck und einer dicken Geldbörse, da können die Mustangs natürlich nicht mit.

Der Abgang von „Kraki“ tut aber nicht nur sportlich weh, auch menschlich schmerzt der Verlust: ein echter Leader, professionell an allen Ecken und Enden und ein Vorzeige-Teamplayer. Dass Trainer Martin Weissenböck einen etwaigen Ersatz nur als Notlösung bezeichnet, ist nachvollziehbar. Der Coach formte aus den vielen neuen Mustangs eine homogene Einheit, die Kapitän Kremen und Krakovic als Führungsspieler anleiteten.

Nun sind wieder Weissenböck und die Teamstärke seiner Jungs gefragt. Die Lücke, die der Legionär hinterlässt, wird nicht vollständig zu schließen sein. Rückt die Mannschaft aber noch ein wenig mehr zusammen und legt jeder Einzelne noch ein Schippchen auf das bisher Gezeigte drauf, kann man das Loch vielleicht fast annähernd kitten. Die Abschiedsvorstellung gibt’s am Samstag, da kann man „Kraki“ ein letztes Mal in Mistelbach bewundern.