Echte Infos vs. virtuelle Angst. Michael Pfabigan über sinkende Kriminalität und steigendes Unsicherheitsgefühl.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:56)

2016 wurden weniger Delikte im Bezirk angezeigt als in den Vorjahren. Und bei vielen Anzeigen handelte es sich um – sorry, das kann man schon so sagen – „Lercherlschas“-Anzeigen. Das große Verbrechen sieht anders aus als geknackte Zeitungskassen und vergleichbarer Kleinkram. Einbrüche in Wohnungen und Häuser sind statistisch eher die Ausnahme, sagt die Polizei.

Warum fühlen sich manche trotzdem nicht sicher? Warum haben es rechte Demagogen leicht, nicht begründbare Angstszenarien in unsere Hirne zu pflanzen?

Weil wir physisch zwar in unserer Region, medientechnisch aber längst im digitalen Dorf leben: Ob jetzt der Einbruch oder Diebstahl in Münichsthal oder München stattfand – es ist in den sozialen Netzwerken egal. Ebenso, ob’s überhaupt stimmt.

Insofern ist es gut, wenn mit den Sicherheitspartnern jetzt Informationsquellen vor Ort installiert werden, die virtuelle Schreckensnachrichten in der Realität relativieren können.