Ein guter erster Eindruck. Über die Wahl des FC Mistelbach beim Trainer der Reserve.

Von David Aichinger. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:11)

Der langjährige Vösendorfer Marco Brank übernimmt die Mistelbacher Reserve. Eine Personalentscheidung, die auf den ersten Blick staunen ließ. Immerhin wurde dieser Posten in der Vergangenheit fast immer mit Trainern aus der Umgebung besetzt. Jemanden aus Vösendorf dazu zu bringen, nach Mistelbach zu kommen, um die zweite Mannschaft zu coachen, klang erstmal spannend.

Dass der neue Mann nun in Strasshof wohnt und deshalb eine deutlich kürzere Anfahrt hat, brachte etwas Licht ins Dunkel. Weitere Hinweise, wa rum sich der sportliche Leiter Hannes Stangl für Brank entschied, gab das erste Pressegespräch, in dem sich der Neuling für einen 30-Jährigen sehr sortiert zeigte. Sein bisheriger Werdegang, seine Motivation, seine Ziele – klingt alles nachvollziehbar und spannend. Und auch die ersten Inhalte und Ansprachen im Training sollen gesessen haben.

Insgesamt passt diese Verpflichtung ins Bild des Amateurfußballs: vermehrt auf die Jugend zu setzen und an Dinge zu denken, die vor Jahren noch unmöglich schienen. Freilich hat so eine Verpflichtung auch Potenzial, dass sich Stangl in einiger Zeit anhören muss, wie er denn bitte auf diese Idee gekommen sei. Auf dem Papier macht sie aber auf ganz vielen Ebenen Sinn und ist deshalb sicher einen Versuch wert.