Erstellt am 01. März 2017, 04:04

von Michael Pfabigan

Gratwanderung: Verzögerungen einplanbar?. Michael Pfabigan über die Demo für den Bau der Umfahrung Drasenhofen.

Die Drasenhofner wollen für den raschen Bau der Umfahrung von Drasenhofen demonstrieren. Sie wollen damit Druck gegenüber den Höchstgerichten aufbauen, damit die vielleicht die Verfahren nicht allzu schleifen lassen. Und sie wollen der ASFINAG zeigen, dass die Region diese Straße braucht und will.

Das ist gut so. Und Letztere erleben Demos, die sie auffordern, eine Straße zu bauen, ohnehin nicht allzu oft.

Was nicht passieren darf, ist, dass bei den Protesten plötzlich Sündenböcke gesucht werden, die für die durch die Einsprüche im Verfahren vermutliche Verzögerung von sechs Monaten verantwortlich sind.

Denn eines dürfen die Betroffenen nicht vergessen: So wie es ihr Recht ist, für den Bau zu demonstrieren, so ist es auch das Recht der Einsprucherhebenden, diesen Rechtsweg zu beschreiten. Dass es diese Einsprüche geben wird, sorry, das wussten wir alle – und das nicht nur aus der NÖN. Denn die Gegner haben ihren Protest schon vor Jahren kundgetan. Das hätte man auch im Verfahrensverlauf einplanen können.