Handschrift ist klar zu erkennen. Über den Derbysieg des SC Wolkersdorf.

Von David Aichinger. Erstellt am 21. August 2019 (01:00)

Irgendwie waren nach dem Auftaktderby in der 2. Landesliga alle Seiten zufrieden. Der FC Mistelbach, weil die Besucher wie erhofft in beachtlicher Zahl auf die Algebra-Sportanlage strömten. 500 lautete die offi zielle Zahl. Der SC Wolkersdorf, weil das Resultat passte. Mit einem 4:2-Erfolg beim Rivalen kann man schon einmal starten. Und die erwähnten Zuschauer, weil nicht nur die Sieger, sondern auch die unterlegenen Mistelbacher zu einer ansehnlichen Partie beitrugen, die auch abseits der sechs Tore richtig Laune machte.

Klar ist natürlich auch, dass das Resultat auf Mistelbacher Seite die Freude über alles andere dämpft. Ein Derby willst du schließlich – mehr noch als jedes andere Spiel – gewinnen und nicht nur ordentlich bestreiten. Dass dann zum Beispiel das frühe 0:1 nach einem langen Einwurf von Thomas Eibl fällt, vor dem Trainer Alfred Rötzer seit Wochen gewarnt hat, ist ärgerlich.

Mistelbach akzeptierte aber auch das, was am Freitag gut zu sehen war: Wolkersdorf ist mittlerweile mehr als weite Einwürfe, Intensität im Zweikampf oder starke Defensive. Was die fußballerischen Lösungen betrifft, haben Günter Schiesswald und Markus Siebenhandl die Truppe auf das nächste Level geführt. Ihre Handschrift ist klar zu erkennen.