Leiser Abschied vom Neumarkt?. Michael Pfabigan über das sommerliche Wachkoma des Mistelbacher Marktes.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 12. Juli 2017 (05:00)

Wenn alle, die den Mistelbacher Neumarkt über den grünen Klee loben, auch hingehen würden, hätte Mistelbach sein Problem mit dem schwächelnden Freitagsmarkt nicht.

Seine Defizite: Frequenzschwacher Standort, schwindende Marktfahrer und Kunden, ein Verkehrskonzept, das mehr Menschen auf- als anregt und lange Zeit die Überzeugung, dass nicht die Macher mit dem Konzept, sondern die Kunden falsch lagen.

Im Herbst soll eine letzte Adaptierung des Marktes erfolgen. Wird er dann wieder nicht angenommen, wird der Neumarkt relativ schnell versterben. Sein sommerliches Dahinsiechen gleicht ohnehin schon mehr einem Wachkoma.

Ist der Neumarkt am jetzigen Standort zu retten? Wohl kaum. Denn nicht einmal der Montagsmarkt funktioniert vor dem Rathaus - und der war bis zur Verlegung ein Kundenbringer. Ab September wechselt dieser übrigens seinen Standort.