Nicht aus ganz heiterem Himmel. Über die Form des SV Großebersdorf in der 1. Klasse Nord.

Von David Aichinger. Erstellt am 18. September 2019 (01:00)

Der Start war etwas holprig, mittlerweile ist Großebersdorf aber wieder an das gewöhnt, was es aus der Meistersaison bestens kennt: gewinnen, gewinnen, gewinnen. Nach zwei Remis und einer Pleite zum Einstieg in die 1. Klasse Nord ging der Aufsteiger viermal in Serie als Sieger vom Platz – und erzielte dabei 13 Tore. Das reicht Stand jetzt zum Titel „beste Offensive der Liga“ und Platz drei.

Alles in allem ringt die bisherige Performance Respekt ab, auch wenn sie nicht ganz aus heiterem Himmel kommt. Um Neuzugang Christian Berthold, Torhüter Haindl, Groschopf, Zehetbauer, Ifkovits oder Thomas Berthold hat Großebersdorf einige Leute im Kader, die schon höherklassig ihren Mann standen. Auch Patrick Wimmer war zuzutrauen, den Sprung auf das nächste Level problemlos zu schaffen, nachdem er die zweite Klasse in den letzten Jahren regelrecht zerschossen hatte.

Dass Trainer Christian Kraml, der als akribischer Arbeiter und Konstante im Verein freilich auch seinen Anteil hat, das Ziel Klassenerhalt nicht von heute auf morgen nach oben korrigiert, ist verständlich. Man lehnt sich aber nicht weit aus dem Fenster, wenn man sagt: Absteigen wird dieses Team nicht. Realistisch ist der von Kraml eingeworfene einstellige Platz. Gut möglich ist sogar, dass Großebersdorf auch im Juni noch in den Top fünf steht.