Politisch im Trüben fischen. Michael Pfabigan über Panikmache mit Schließungsängsten bei Krankenkassen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 27. Juni 2018 (05:00)

Wenn nix fix ist, lässt sich gut Politik machen. Denn dann kann man sich als Politiker die Welt selbst erfinden, wie man sie will.

Ein Beispiel: Fix ist, dass die Regierung die neun Länder-Gebietskrankenkassen zu einer zusammenführen will. Offen ist der gesamte Rest, bekannt sind lediglich ein paar Zahlen, was man mit der Zusammenführung von neun auf eins erreichen will.

Was macht die Politik daraus? Die SPÖ tourt durch die Bezirke und warnt davor, dass die Bezirksniederlassungen der Gebietskrankenkasse geschlossen werden könnten, dass das eine Verschlechterung für die Versicherten bedeutet und dass Reformen wieder einmal auf dem Rücken der Bevölkerung umgesetzt würden.

Gibt es konkrete Pläne zum Zusperren der Bezirksstellen? Nein, muss man bei der SPÖ einräumen, aber ganz starke Befürchtungen der Belegschaft.

In viel trüberem Wasser kann man in der Politik wohl nicht mehr fischen.