Schulterschluss ist beste Medizin. Über den Ärztemangel in Laa.

Von Michaela Höberth. Update am 05. August 2020 (03:54)

Keine Kassenärztin mehr ab Herbst? Diese Hiobsbotschaft sorgte für einen Aufschrei in der Stadt Laa. Und sofort wurde es in den sozialen Netzwerken auch wieder politisch: Welche Partei trägt nun die Schuld an der Misere? Welcher Politiker war säumig? Und welche Fraktion hat denn bitte schon vor Jahren ein Patentrezept vorgelegt, um Kassenmediziner zu halten oder in die Stadt zu locken?

Nach vielen Postings lässt sich sagen: Bei einem Kernthema wie der medizinischen Versorgung in der Stadt geht es nicht um die Schuldfrage. Es geht darum, was seitens der Gemeinde getan werden kann, um diese nachhaltig zu sichern. Gute Ideen dazu haben alle politischen Vertreter, und diese nicht zu knapp.

Was eine Umsetzung verhindert, sind die seit Jahren verhärteten Fronten zwischen den Parteien. Will man also ernsthaft eine Medizin gegen den Ärztemangel finden, sollte die Laaer Stadtpolitik ihre Kräfte über alle Parteigrenzen hinweg bündeln, anstatt sich gegenseitig zu schwächen.