Umstieg ist Frage der Einstellung. Über die Forderungen der Radlobby in Wolkersdorf.

Von Michaela Höberth. Erstellt am 29. Juli 2020 (04:53)

Tempo 30 in der Stadt? Weniger Parkplätze im Zentrum? Die Vorschläge, mit denen die Wolkersdorfer Radlobby derzeit polarisiert, beschäftigen jede größere Stadt.

Und ebenso sind diese allerorts mit einem Aufschrei verbunden: Die Autofahrer sehen sich eingeschränkt, die Wirtschaft fürchtet um den Verlust ihrer Kunden.

Und die Politik? Die sitzt zwischen den Stühlen und versucht, es irgendwie allen recht zu machen.

Tatsache ist: Forderungen wie diese sind eine Frage der gesellschaftlichen Akzeptanz. Denn Beispiele, wie man Städte radfreundlich gestalten kann, gibt es in Nordeuropa zuhauf. Wenn das Radfahren also mehr Raum erhalten soll, muss es Teil des Alltags werden.

Viele Vorteile hätte ein Umstieg jedenfalls: Wege mit dem Rad zu erledigen, kann schneller sein, als nach einer Parklücke zu suchen. Es kann auch erholsamer sein, als sich in einen überhitzten Wagen zu setzen, und der Umwelt nützt es sowieso. Und nicht zuletzt ist es mal schön, die Stadt nicht durch eine Scheibe zu sehen.