Laa wird zum Battleground. Über das Antreten der Grüne und der Liste Nikodym in Laa.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 19. Juni 2019 (05:00)

Die Thermenstadt ist ja - politisch gesehen - nicht unbedingt die ruhigste Gemeinde: 2010 gründete sich die Bürgerliste proLAA aus ÖVP-Dissidenten, aus Protest an der Politik des damaligen Bürgermeisters Manfred Fass.

Doch der einzigen wesentlichen Opposition pro LAA droht bei der Gemeinderatswahl 2020 jetzt ernsthafte Konkurrenz: Denn neben ÖVP, proLAA, SPÖ und FPÖ wollen auch die Grünen um einige der 29 Sitze im Gemeinderat kämpfen. Die mehr als sieben Prozent, die sie bei der EU-Wahl eingefahren haben, hätten 2015 für immerhin zwei Mandate gereicht.

Zerrissenheit droht auch der SPÖ: Der von ihr geschasste Stadtrat Christian Nikodym überlegt, wie er künftig für die Laaer arbeiten kann. Das große Schreckgespenst: eine eigene Liste, die der Sozialdemokratie satte Verluste bescheren könnte. Denn Nikodym gilt als bürgernah, einsatzfreudig und omnipräsent. Attribute, die der neuen SPÖ-Führung nicht zugeschrieben werden.