Besser einer zu viel als zu wenig. Über das Überangebot beim FC Mistelbach.

Von David Aichinger. Erstellt am 16. September 2020 (00:40)

Ist bei einem Fußballteam die Rede von der „Qual der Wahl“, schwingt oft schon automatisch ein negativer Konnex mit. Auch Mistelbach-Coach Alfred Rötzer fuhr – angesprochen auf das Überangebot auf den zentralen Positionen im bevorzugten 4-2-3-1-System – ein wenig die Schutzmauer hoch. Der Coach verwies darauf, dass sich die Frage, wer im Fall der Fälle „büßen“ und auf der Bank Platz nehmen müsste, wie gegen Bad Vöslau zumeist ohnehin von selbst lösen würde. Neben den gewohnten Gefahren wie Verletzungen und Sperren würden heuer auch Coronaprobleme auf sein Team zukommen können.

Mit all dem hat Rötzer natürlich recht. Und Sorgen muss er sich bei seiner Truppe wohl ohnehin keine machen. Er hat im Zentrum nur einen gestandenen Spieler zu viel, nicht fünf. Abgesehen von den zwei Legionären, die auch charakterlich entsprechen, sind zudem alle schon länger beim Verein, zum Teil sogar Ur-Mistelbacher. Stunk würde da niemand so schnell vom Zaun brechen, nur weil er einmal zusehen muss.

Ein gutes Angebot hat der Trainer übrigens auch auf den Flügeln, wo der Speed zum Teil eine echte Waffe ist. Der Kader ist gut zusammengestellt, mit der richtigen Menge an PS – das sah man zum Auftakt auch auf dem grünen Rasen.