Mutig oder doch realitätsfremd?. Über den FC Kreuzstetten und die Zielsetzung für die neue Saison.

Von Dominik Siml. Erstellt am 08. Juli 2020 (05:10)

Der FC Kreuzstetten war in der abgeschlossenen vorletzten Saison Zwölfter mit 30 Punkten, in der abgebrochenen letzten dann Neunter nach zwölf Spielen. Da hatte man 13 Punkte. Nun verlor man mit Otahal und Mozis das Offensivherz.

Die beiden Legionäre waren fast an jedem Treffer beteiligt, erzielten gar 16 der 26 selbst. Nach den ohnehin schon durchwachsenen Spielzeiten für die kommende Saison von Platz fünf bzw. sechs zu sprechen, wie es Trainer Markus Stroschneider tat, wirkt ein wenig mutig. Verliert man dazu noch die Top-Torschützen, könnte man von realitätsfremd sprechen.

Andererseits muss man sagen, in Zeiten von Understatement und „den Gegner starkreden“, fühlen sich solche Kampfansagen auch gut an. Noch dazu muss man als Coach einer (unter-)durchschnittlichen Zweite-Klasse-Mannschaft wohl auch mit viel Optimismus und ein wenig Größenwahn an die Sache rangehen, sonst gehen einem der Spaß und die Motivation verloren.

Nichtsdestotrotz muss man ehrlich sein: Es müssen schon ein absoluter Glücksgriff auf dem Transfermarkt oder gleich mehrere Wunderspiele pro Halbjahr her, um in dieser 2. Klasse Weinviertel Süd mit dieser Mannschaft Rang fünf zu erreichen.