Neues Gesicht ist unvermeidbar. Über die Neuerungen in der 3. Klasse Mistelbach.

Von David Aichinger. Erstellt am 19. Juni 2019 (01:00)

Wie vor einem Jahr erfährt die 3. Klasse Mistelbach im Sommer umfangreiche Änderungen. Wurde die Ligastärke 2018 von elf auf acht reduziert, wird man nun wieder wachsen. An die 15 Teams könnten 2019/20 „drittklassig“ spielen, nach jetzigem Stand wären es 13. Neben der höheren Anzahl an Spielen – 24 wären die meisten seit 2014/15 (26) – ist noch ein anderes Novum markant: weite Auswärtsfahrten zu Neuling Haugsdorf und wohl auch Großkadolz. Zwei Faktoren, die an sich nicht gerade das widerspiegeln, was eine dritte Klasse sein sollte.

Kritik ist fürs Erste dennoch nicht zu hören, was nur fair ist. Der Verband kann vor allem auf unterster Ebene nur mit dem arbeiten, was da ist. Bleiben viele Teams ohne Reserve über, wird die Liga wachsen. Gibt es weniger, wird man schrumpfen. Für den zu erwartenden Trend, dass es in Zukunft eher mehr werden als weniger, soll der Verband bereits eine zweite Regionsklasse andenken: „Marchfeld“ und „Weinviertel“. Das würde die vielen Spiele und die weiten Fahrten wieder entschärfen.

Interessant ist auch die Namensänderung, um den „leidigen Ruf“ einer dritten Klasse zu entschärfen. Ein netter Versuch – der Inhalt verändert sich aber nicht, wenn man etwas anderes auf die Verpackung schreibt.