Immer 100 % – das geht nicht. über Testspiele und schwankende Leistungen.

Von Dominik Siml. Erstellt am 21. Juli 2021 (03:45)

„Das Ergebnis ist in der Vorbereitung nicht so wichtig.“ Immer wieder hört man diesen Satz. Nach Niederlagen, aber auch nach Siegen, um zu unterstreichen, dass den Trainern in den Testspielen andere Tugenden wichtig sind. Wolkersdorf verlor jüngst gegen Gebietsligist Ladendorf, Großkrut besiegte Laa klar – obwohl auch diese eine Liga höher spielen.

Einsatz, Laufbereitschaft, Wille – das wird immer verlangt. Aber reicht das auch in jenen Matches, in denen mehrere Stammspieler verletzungs- oder urlaubsbedingt fehlen und auch sonst wenig zusammengeht? Am Ende des Tages bleiben es Amateure, die am Matchtag möglicherweise einige harte Stunden auf der Baustelle hatten, in der Nacht wenig geschlafen haben oder wo 1.000 andere Gründe vorliegen, warum die Leistung, die man gewohnt ist, nicht abgerufen werden konnte.

In der Meisterschaft ist es anders: Die Urlaubszeit ist vorbei, probiert und getestet wird nichts mehr – die elf Besten spielen. Die paar Prozent, die in den Tests – vor allem in Zweikämpfen – oft fehlen, fehlen in den Pflichtspielen nicht. In der Vorbereitung immer 100 Prozent? Das geht nicht.