Mehr Dank statt Reibebaum. über die fehlenden Schiedsrichter im Jugendfußball.

Von David Aichinger. Erstellt am 15. September 2021 (03:44)

Seit Meisterschaftsbeginn gibt es in U11 und U12 keine offi ziellen Schiedsrichter mehr, der zuständigen Gruppe Nord fehlt es an der nötigen Breite. Statt ihnen müssen Trainer, Elternteile oder andere Vereinsangehörige einspringen, was mancherorts auf wenig Gegenliebe stößt. Trainer haben schließlich schon genügend andere Dinge zu tun, Elternteile unter Umständen nicht das nötige Gespür für den Sport und sonstige Freiwillige sind mitunter schwer zu finden.

Der Standpunkt der Schiris ist aber mindestens genauso verständlich. Wenn es nicht genügend gibt, muss man irgendwo Abstriche machen. Die große Frage ist, wie sich die Situation bessern könnte. Wie bekommt man mehr Menschen dazu, eine Aufgabe zu übernehmen, bei der man es in der Regel eh niemandem recht machen kann? Größerer Respekt von allen Beteiligten und ein wenig Dank, dass hier Woche für Woche einer steht, der sich das antut, wäre ein Anfang.

Bleiben die Referees Reibebaum für Spieler, Betreuer und Zuschauer, wird der Bestand wohl weiter schrumpfen. Dann könnte es passieren, dass irgendwann nicht „nur“ die U11 ohne Schiri auskommen muss, sondern auch die U15 oder die Erste in der zweiten Klasse.