Zweiter Blick sollte lohnen. Peter Sonnenberg über die Sportförderung und Leichtathlet Andreas Vojta.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 16. September 2014 (08:32)
Letzte Woche holte der Chefkoordinator des Sportförderungsprojekts Rio 2016 zum großen Rundumschlag aus. Wer keine Leistung bringt und in die Nähe der Medaillen kommt, fliegt aus dem Förderkader. Rein von den Ergebnissen her muss Mittelstreckenläufer Andreas Vojta auch um seinen Platz zittern.

Auf den ersten Blick logisch, verpasste er doch das große Ziel, die Qualifikation für das EM-Finale in Zürich. Doch lohnt auch ein zweiter Blick. Denn der Weinviertler hat eine überdurchschnittlich gute Saison hingelegt, neue österreichische Rekorde inklusive. Es fehlt lediglich der ergebnistechnische Ausreißer nach oben.

Ein Grund für diese neuen Rekorde ist auch die optimale Betreuung abseits der Laufbahn, dank der Möglichkeiten der Sportförderung. Jetzt gilt es die Trainingsplanung zu optimieren, damit Vojta bei den nächsten Saisonhöhepunkten in Topform ist und nicht schon davor. Dann sollten auch die Ergebnisse von selbst kommen. Sollten. Denn wenn Vojta aus dem Kader gestrichen wird, schaut es schlecht aus.

Klar, nicht jeder Sportler in Österreich kann gefördert werden. Vor allem dann, wenn nicht Gold, Silber oder Bronze in Reichweite sind. Aber Leute zu nominieren und dann bei der erstbesten Möglichkeit wieder zu eliminieren, ist ganz sicher der falsche Weg.