Standortwahl erspart Ärger. Michael Pfabigan über die Uneinigkeit vor der Wolkersdorfer Volksbefragung.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 10. Oktober 2018 (05:00)

Es ist kurios: In Wolkersdorf streiten schwarze Stadtregierung und die grün-bürgerliche Opposition um direkte Demokratie. Allerdings ist es so, dass die ÖVP eine Volksbefragung zur Standortfrage beim geplanten Veranstaltungssaal angesetzt hat und die Opposition dagegen ist und sie anficht, weil unklare Finanzierung, falsche Standorte, etc. Gründe dagegen finden Bürgerliste und WUI zuhauf.

Gescheit wär, wenn sich alle Fraktionen auf einen gemeinsamen Standort einigen und den dann mittragen würden. Die Krux ist die: Abbezahlt ist das Haus irgendwann, das kann sich Wolkersdorf allemal leisten. Ein Problem wird es, wenn der falsche Standort gewählt wird, bei dem der Anrainerschutz vor Verkehr und, noch viel wichtiger, Lärm nicht gegeben ist.

Ein Beispiel? Mistelbach hat den Stadtsaal mitten im Zentrum. Und bei Schulbällen muss die Disco im Erdgeschoß in, wie manche finden, Zimmerlautstärke laufen, weil sich sonst Anrainer berechtigterweise aufregen.