Transparenz ist der Schlüssel. Über den Rücktritt des Großebersdorfer Bürgermeisters.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 12. Februar 2020 (03:33)

Es war wahrlich keine gute Optik: Eine Woche vor der Wahl poppten in Großebersdorf Vorwürfe gegen ÖVP-Bürgermeister Georg Hoffinger rund um fragwürdige Grundstücksdeals und entsprechende Wertsteigerungen durch Umwidmungen auf. Auch wenn die Geschäfte legal waren, blieb doch der schale Nachgeschmack. Hätte Hoffinger die Grundstückskäufe als Gemeinde, und nicht als Privatperson gekauft, hätte er viel Gewinn für die Kommune gemacht und wäre wohl der große Held gewesen.

Doch so kam alles anders: Hoffinger wurde von den Wählern abgestraft, seine ÖVP rumpelte von über 70 % auf unter 50 % hinab - die Absolute im Gemeinderat rettete nur die Wahlarithmetik. Der Rücktritt Hoffingers war insofern die logische Konsequenz. Sein Nachfolger Herbert Gschwindl ist daher gut beraten, alle fragwürdigen Grundstücksgeschäfte transparent aufzuarbeiten. Nur so kann er das Vertrauen der Großebersdorfer wiedergewinnen.