Viel Arbeit und (noch) kein Lohn. Über Mustangs-Obfrau Ulrike Swoboda.

Von David Aichinger. Erstellt am 07. April 2021 (00:17)

Zum ersten Mal in fast 70 Jahren Basketballgeschichte in Mistelbach steht dem Verein mit Ulrike Swoboda seit zehn Monaten eine Frau vor. Die 53-Jährige war als Unternehmerin und Ex-Basketballerin von Anfang an eine spannende Besetzung. Um heutzutage einen Verein in der Zweiten Liga zu führen, braucht es diese beiden Welten fast zwingend. Die Bestimmungen werden immer umfangreicher. Bei ihrer Bewältigung helfen Swobodas Stärken: Konsequenz, Akribie, Dinge zu Papier bringen. Und, wie sie auch im NÖN-Interview gut vermittelt: Tatendrang.

Mit Solchem traten in den letzten Jahren schon einige andere das Amt an, doch er hielt nie allzu lang. Dass Swoboda auch nach zehn Monaten Corona Energie versprüht, ist ein gutes Zeichen. Vielleicht haben die Mustangs mit ihr eine längerfristige Lösung gefunden.

Bemerkenswert ist auch, dass die Obfrau seit ihrem Antritt noch kein einziges normales Heimspiel erleben durfte. Gewöhnlich sind Atmosphäre, die vielen Kinder in der Halle und Erfolge der Lohn für die harte Arbeit im Hintergrund. Dann weiß man, wofür man es tut. Bis sich die Welt wieder normalisiert hat, müssen kleinere Erfolgserlebnisse reichen.