Vorarbeiten für die Wahl 2020. Michael Pfabigan über die von der FPÖ erzwungene Volksbefragung in Neudorf.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 16. Januar 2019 (05:00)

Wenn es nicht gerade um Rauchverbote geht, dann ist die FPÖ ein großer Fan direkter Demokratie. In Neudorf wurden entsprechend Unterschriften gesammelt. Die Bürger sollen entscheiden, ob ihr Ort weiter „bei Staatz“ oder künftig „im Weinviertel“ heißen soll. Persönliche Präferenzen haben sie da zu keiner Version, gestehen die Neudorfer Blauen.

Geht es ihnen um den Namen? Wohl kaum. Denn in einem Jahr werden die Gemeinderäte neu gewählt. Was eignet sich da besser, um …

a) … aufzuzeigen, dass man mit einem Team vor Ort ist, etwas bewegen will und nicht vor der ÖVP-Mehrheit in die Knie geht und …

b) … die eigene Wählerklientel schon jetzt zu mobilisieren, etwaige Sympathisanten anzusprechen und sie vielleicht für eine Kandidatur im Frühjahr 2020 zu animieren.

Da steckt durchaus Kalkül dahinter. Die Gefahr für die Blauen: dass binnen eines Jahres manches an Schwung wieder verloren geht.