Bezirk: Corona, Kurzarbeit, Homeoffice und Mehrarbeit. Bei einem gemeinsamen Konjunkturgespräch von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Unternehmern und Arbeitnehmervertretern aus den Bezirken Hollabrunn und Mistelbach waren die Unternehmer Rudolf Schütz von der Firma SPL Tele , Gernot Wiesinger vom Autohaus Wiesinger, Wolfgang Heindl von Heindl Bäckerei sowie Arbeitnehmervertreter Willibald Nagl von der Firma Gebauer & Griller mit dabei.

Von Redaktion Mistelbach. Erstellt am 19. Oktober 2020 (12:10)
Johann Gschwindl

„Aktuell kennt die Politik nur ein Thema: Corona. Die Überwindung der Pandemie erfordert aktuell unsere gesamte Aufmerksamkeit. Wesentlich ist aber auch die Zeit danach – denn es kommt der Tag, an dem wir Corona hinter uns lassen werden. Mein Team und ich sind in den nächsten Wochen unterwegs im Land und führen intensive Gespräche mit Unternehmern, Arbeitnehmervertretern, Meinungsbildnern und Gemeindeverantwortlichen, um zu erfahren wo der Schuh drückt und welche Hebel wir in Zukunft bewegen müssen um bereits frühzeitig Antworten auf die Fragen von morgen zu finden“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Rudolf Schütz von der SPL TELE Group erzählte: „Unser Unternehmen ist in der Telekommunikationsbranche tätig und war dadurch eines der privilegierten, die gut durch die Krise gekommen sind. Die Datenpakete wurden durch das Home-Office immer mehr und das haben wir auch bei den Wartungen der Mobilfunknetze gemerkt.“

Johann Gschwindl

„Wir haben unsere Werkstatt zu Beginn mit einem Notdienst und ab Mai wieder voll geöffnet. Für unsere Mitarbeiter haben wir Kurzarbeit beantragt, da wir niemanden entlassen wollen. Fixkostenzuschuss und die Beantragung der Kurzarbeit ging flott und konnte super abgewickelt werden. Leider investieren die Menschen momentan nicht mehr so wie früher. Aber auch an unserer Branche hängen extrem viele weitere Betriebe. Denn wenn wir keine Autos verkaufen, haben natürlich auch die Zulieferer Probleme“, so Gernot Wiesinger vom Autohaus Wiesinger.

„Während des Lockdowns haben wir als Unternehmen mit all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgearbeitet. Wir haben in unseren Bäckereien die Versorgung aufrechterhalten. Daher sind nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Supermärkten Superhelden der Krise, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den kleinen Bäckereien“, betonte Wolfgang Heindl von Heindl Bäckerei und Feinkost GmbH.

 „Ob wir die Coronapandemie in wenigen, oder in einigen Monaten hinter uns gelassen haben werden ist nicht ganz klar: Aber, dass wir sie überwinden werden, davon bin ich überzeugt. Mit Willenskraft, Tatkraft und vor allem mit Zusammenhalt. Deshalb lauten auch in den nächsten Monaten mein Motto und Appell: Gemeinsam aus der Krise. Miteinander in die Zukunft“, unterstreicht Mikl-Leitner abschließend.

Die Gesprächsrunden finden unter Einhaltung strengster Corona-Regeln, mit Abstand und Plexiglaswänden statt, um die Gesundheit der Diskussionsteilnehmer nicht zu gefährden.