Mistelbach: Abschied vom Direktor und Diplomierung. Gibt es einen grünen Daumen in der Pflege? Johannes Rieder, scheidender Direktor der Krankenpflegeschule Mistelbach ist auf überzeugt, dass unter den 17 Absolventen der Schule, die am 28. Februar ihre Diplome entgegennehmen konnten, „besondere Personen mit viel Mitgefühl, Kompetenz und Mut sind“.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 28. Februar 2020 (14:39)

Die Diplomierung war für Rieder doppelt emotional: Einerseits, weil er den Jahrgang intensiv betreut hatte und andererseits, weil es die Letzte seiner Laufbahn war. Rieder trat seinen Ruhestand an.

„Wir müssen euch als Gesellschaft dankbar sein, dass ihr euch in der Pflege einbringt. Es braucht viele Kompetenzen“, findet Landtagspräsident, der überzeugt ist, dass eine einfühlende Pflege oft mehr bewirkt, als teure Infrastruktur.

„Bin überzeugt, dass wir uns überlegen müssen, dass wir Pflege noch besser unterstützen, dass es so bezahlt wird, dass sich alle wertgeschätzt werden“, sagt Karl Wilfing: „Ich glaube aber nicht, dass das über die Reduzierung der Arbeitszeit auf 35 Wochenstunden funktioniert“, nahm der Landtagspräsident auch Stellung zu den aktuellen Kollektivvertragsverhandlungen im Pflegebereich: „Wir haben jetzt schon einen Pflegenotstand, weil wir zu wenig Pflegepersonal haben.“