Stoaroas-Steine gehen auf Reise. Zwei Laaerinnen malen kleine Kunstwerke, deren Reise verfolgt werden kann.

Von Susanne Bauer. Erstellt am 14. Dezember 2019 (03:43)
Hier im Atelier werden von den beiden Künstlerinnen Mia Pettermann und Karin Eder Steine bunt bemalt und später ausgelegt.
Susanne Bauer

Nach Pokemon-Fangen hat ein Such- und Finde-Boom der etwas anderen Art Laa erfasst. Gesucht werden Steine – aber ganz besondere. Bunt bemalte Steine in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Motiven liegen seit einiger Zeit an verschiedenen Plätzen in Laa, um gefunden zu werden.

Die Idee dazu hatten die beiden Freundinnen Mia Pettermann und Karin Eder. „Die Idee ist nicht neu, denn es gibt schon solche Gruppen in Deutschland und sogar im Waldviertel – nur eben nicht bei uns“, erzählen die beiden Nachbarinnen. Über einen geeigneten Namen dachten die beiden sehr lange nach, dann war mit „Stoaroas“ auf gut weinviertlerisch gefunden, welchen Zweck die Aktion haben soll. Auf Facebook wurde eine Seite erstellt und innerhalb kürzester Zeit sind 280 Fans dieser Seite beigetreten.

Seither werden in ihren Ateliers verschieden große Steine, die sie gekauft oder auch gefunden haben zuerst gewaschen, dann mit bunter Acrylfarbe bemalt und mit Stiften mit lustigen, netten und aufmunternden Sprüchen versehen.

Auch Motive wie Blumen, Tiere und Figuren werden auf die Steine gemalt. Da entstehen mitunter auch ganz besondere, wie der „Kracksi-Stein“, der an die zahme Dohle, das Laaer Maskottchen erinnert und es gibt sogar einen blauen Turnschuh. Auf die Rückseite kommt dann der Name „Stoaroas“, das Facebookzeichen, die Laaer Postleitzahl, eine Signatur mit Zahl und abschließend wird alles mit Klarlack fixiert. Die ersten Steine legten Pettermann und Eder in der Nachbarschaft aus – übrigens: Einer der ersten Steine wurde noch immer nicht entdeckt.

Schon bald waren an die 100 Steine auf Bankerl, Brunnen, im Park, beim Bahnhof oder bei den Kindergärten in ganz Laa verteilt. „Alle unsere Steine werden fotografiert, archiviert und der Auslegeort dazugeschrieben, damit wir verfolgen können, wo die Steine hinreisen“, freuen sich die beiden kreativen Künstlerinnen. Nie hätten sie gedacht, dass die Idee so gut ankommt. Die Finder sollen sich dann an den bunten Steinen erfreuen, sie bewundern und dann weiterlegen. Dass einige Steine nicht mehr in Laa aufgetaucht sind, erklären sie so: „Manche Finder haben sich den Stein behalten, manche Steine sind auch schon außerhalb von Laa gesichtet worden. Gnadendorf, Bullendorf und ein Stein reist jetzt in den Europapark bei Rust, wurde berichtet. Demnächst werden wir Steine mit weihnachtlichen Motiven auslegen,“ schmunzeln sie.