Kreuttal: Ein Hektar Wald brannte. Rund 50 Feuerwehrleute von vier Feuerwehren aus zwei Bezirken waren am 5. April um die Mittagszeit im Einsatz, um einem Waldbrand im Kreuttal Herr zu werden. Im Einsatz standen die Feuerwehren Hornsburg und Unterolberndorf (Bezirk Mistelbach) und die FF Würnitz (Bezirk Korneuburg). Die anschließende Brandsicherheitswache wurde von der Schleinbacher Wehr (Bez. Mistelbach) gehalten.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 06. April 2020 (12:19)

„Der Wald im Kreuttal gehört zu den Bezirken Korneuburg und Mistelbach. Da sich der Wald auf so viele Ortschaften aufteilt und die Grenzen nicht jedem bekannt sind, war zum Zeitpunkt der Alarmierung nicht ganz klar, welche Ortschaften zu alarmieren sind“, weiß Hornsburgs FF-Kommandant Erwin Reis jun.

Im Einsatz waren neben Feuerpatschen auch ein TLF 2000 der Feuerwehr Würnitz sowie zwei Güllefässer mit 5.000 bzw. 12.500 Liter, die von zwei Feuerwehrkameraden kurzfristig zur Verfügung gestellt wurden. „Das Feuer konnte damit von den beteiligten Wehren schnell unter Kontrolle gebracht werden“, sagt Reis. Zur Auffindung eventueller Glutnester im Rahmen der Brandsicherheitswache wurde seitens der FF Schleinbach die Wärmebildkamera eingesetzt.

„Wir konnten an diesem Tag von Glück sprechen, dass rund um das betroffene Waldstück ein Weg verlaufen ist und es so gut wie windstill war. Letztlich ist etwa ein Hektar Wald dem Feuer zum Opfer gefallen“, ist Reis froh, dass der Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Die Brandursache ist bis dato ungeklärt. „Wir appellieren jedoch eindringlich an die Bevölkerung, Rücksicht auf die trockenen Witterungsverhältnisse zu nehmen und achtloses Wegwerfen von Zigaretten zu unterlassen“, sagt der Feuerwehrkommandant: „Da sich das Risiko von Waldbränden aufgrund der sich geänderten Witterung in unserer Gegend erhöht hat, wird man zukünftig verstärkt auf diese Szenarien vorbereiten und auch die bezirksübergreifende Zusammenarbeit stärken.“