Bei Sicherheitsübung in acht Minuten 140 Meter hinab. Regelmäßig müssen sich Windkraft-Techniker von einem Windrad abseilen.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 07. Juni 2019 (04:00)
Michael Pfabigan
Windkraft Simonsfeld-Technik-Chef Markus Winter vor seiner Abseil-Übung aus der Gondel eines Windrades in 140 Meter Höhe. Abwärts gehts bei super Fernsicht in acht Minuten.Pfabigan

Die Techniker der Windkraft Simonsfeld müssen wahrscheinlich die geilste Sicherheitsübung überhaupt absolvieren: Um immer einen Fluchtweg aus der Gondel eines Windrades – das ist ganz oben, wo sich der Rotor dreht – zu haben, müssen sie sich einmal jährlich aus 140 Metern abseilen.

„Das ist immer ein Highlight für unsere Techniker“, weiß Markus Winter, Technik-Leiter und Chef der Projektentwicklung: „Da hoffen alle auf gutes Wetter.“ Wobei das ja hauptsächlich wegen der Fernsicht eine Rolle spielt. Abgeseilt wird fast bei jedem Wetter. „Wir sind sechsfach gesichert“, betonen die Spezialisten jener Firma, die die Abseilübung durchführen.

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Der Weg hinauf in die Gondel dauert mit dem engen Lift zwölf Minuten, das Abseilen dann knappe acht Minuten. Am meisten Überwindung kostet der Schritt ins Leere im Bodenloch oben, am Windrad. „Wenn etwas passiert, müssen unsere Leute binnen Minuten draußen sein, das muss geübt werden“, sagt Helmut Max, Chef der Service-Teams. Im Ernstfall anwenden mussten die Simonsfelder das Abseilen noch nie. „Zum Glück“, wie Winter betont.